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Väter raufen (mit Jungs) und reden (mit Mädchen)

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So himmelweit die Unterschiede zwischen meinen beiden Kindern sind, so oft frage ich mich, ob das auch an mit liegt. Ist der Sohn deswegen Taff, weil es Junge ist, oder weil ich ihn wie einen Junge behandle, oder ist das irgendwo genetisch festgelegt? (Und seine Schwester ist vergleichsweise auch hart im Nehmen, nutzt ihre Wehwehchen aber bestens aus, um von uns Zuneigung und Eiscreme zu gewinnen). Im Allgemeinen versuche ich schon, Gender-Klischees zu vermeiden. Das ist halt nur nicht so leicht, man ertappt sich doch immer wieder dabei. Der Frage, wie genau Papas mit Jungs und Mädchen anders umgehen, haben Psychologen an der Emory University untersucht.

Der Fluch der 13. Fee

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Wir wussten von der ersten Stunde an, dass etwas nicht stimmte. Die Ärztin konnte es im Herzen meines kleinen Babys hören. Im Ultraschall konnte man es sehen, eine Herzklappe, die nicht ordentlich schließt. Aber mein Sohn war stark und sichtlich gesund, und nach einer Woche kamen seine Mutter und er heim. Sie brachten eine Warnung mit: eines Tages muss er operiert werden. Alle zwölf Monate wird untersucht, ob es so weit ist. Und so verdrängten wir das Problem, jedes Jahr aufs neue war das Untersuchungsergebnis zufriedenstellend. Mein Sohn wuchs prächtig, ist eine Sportskanone, ein ausgeglichener, ruhiger Zeitgenosse, der an guten Tagen schon mal eine Probe als Klassenbester mit nach Hause bringt. Im Herbst soll er aufs Gymnasium gehen. Doch jetzt hat uns die Warnung aus seiner ersten Stunde eingeholt wie der Fluch der dreizehnten Fee aus Schneewittchen. In einigen Wochen, oder Monaten, werden ihm die Ärzte den Brustkorb öffnen, ein Teil seines Herzens herausschneiden und ersetzen. Es …

Gene, Hormone, Kümmerinstinkt und Mäuse-Väter

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Nicht alle Säugetiere sind monogam. Die wenigsten, ehrlich gesagt. Bei den meisten poppt der pelzige Papa praktisch alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Menschen sind eine komplizierter Ausnahme. Vielleicht seit wir von besagtem Baum geklettert sind und uns in die afrikanische Savanne aufgemacht haben. Aber warum? Zwei Mäusearten könnten Aufschluss über die Mechanismen geben, die Monogamie und Polygamie regeln. Eine Warnung vorweg: für Sie lanne sich daraus weder eine Erklärung noch eine Ausrede für den nächsten Seitensprung ableiten.

Keine Pakete für Kinder: Bei der Post wiehert der Amtschimmel

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Schon mal versucht einem Kind ein Paket zu schicken? Klingt einfach. Ist, in Deutschland zumindest, nicht so einfach. Manche meinen sogar: es ist unmöglich - selbst wenn sie dabei den eigenen Kollegen widersprechen. Eine Beschwerde auf Facebook illustriert den Fall. Wie ist das nun, können Kinder Post-Pakete erhalten?

Schon wieder Elsa

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"Schon wieder Elsa" - der erste Kommentar von der Kindergartenfreundin hat meine Kleine arg erschüttert. Sie war so stolz auf ihr eisblaues Kleid. Das Kostüm, das sie schier nicht ausziehen wollte. Jetzt, mit einem einzigen Kommentar, war es herabgesetzt. "Ich hab kein anderes Kostüm", antwortete sie trotzig, und bekam gar nicht mit wie Papa sich nur schwerlich beherrschen konnte.

Rezension: Vaiana. Ein großartiger Flop

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Es kann nicht alles super sein. Ich bin ein großer Fan von Pixar und ihrem Produzenten John Lasseter, aber diesem Mal hat er einen Blindgänger abgeliefert. "Vaiana" ist ein fades, moralinsaures und dialogheftiges Stück Kinderfilm. Das klappt natürlich nicht. Für einen Erwachsenenfilm ist es aber zu leicht und vorhersehbar. Mit anderen Worten: ein Film, der alles richtig machen will, aber genau das falsche Publikum anspricht. Das ist kein zweiter "Frozen", keine "Merida". Er erreicht nicht die süße Melancholie von "Oben" oder "Wall-E". Es ist ein düsterer, verkopfter und ziemlich tougher Film, was Schocker und Monster angeht.

Zweifel an Oxytocin und Empathie-Studie

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Die Medien lieben Stories über Hormone. "Forscher: Testosteron macht untreu" oder "Studie: Kuschelhormon macht dick" oder was auch immer einem Forscher eingefallen ist. Als News ist es einfach zu verlockend: schnell geschrieben, menschlich relevant, und jeder kann sich beim Lesen was drunter vorstellen. "Ja stimmt, der Fred ist auch so ein Macho, das sind sicher die Hormone." Nur leider verliert Forschung auf dem Weg in die Zeitung gerne etwas wesentliches, nämlich die Nuance der Belastbarkeit. Die aktuelle News "Menschen ohne Kuschelhormon fehlt die Empathie" ist ein erstklassiges Beispiel dafür. Nicht, weil die Forscherin geschlampt hat, oder die Journalisten. Sondern weil erstere und letztere etwas unterschiedliches suchen. Warum also bin ich der Meinung, dass Oxytocin die Empathie nicht begünstigt? Drei Gründe: Größe, Alternativen und Widersprüche.