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Kindertermine: Wer holt die Kinder ab?

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Kinder haben heute viele Termine. Deutlich mehr als früher, scheint mir. Fast täglich wartet nach Schule oder Kindergarten ein Sport, ein Musikunterricht, Tanzen oder ein Play Date. Manche Erwachsene erinnern sich an ihre eigene Kindheit und finden das doof - dazu später mehr. Mich beschäftigt eine andere Frage: wer bringt und holt die Kinder zu ihren Kinderterminen? Nach zehn Jahren und gefühlten Ewigkeiten an der Seitenauslinie, auf der Empore oder im Vorzimmer glaube ich, dass sich das ändert.

Pinke Geschenke für Mädchen?

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Wer auf Twitter nach Geschenken für Jungs oder für Mädchen fragt, bekommt mindestens einmal die Antwort: "gibt's nicht. Es gibt nur Geschenke für Kinder." Aber wenn ich den Kindern von Freunden oder Familie ein Geschenk machen will, dann soll es ihnen Spaß machen. Ich muss also etwas passendes finden. Nun kenne ich das Alter der Kinder, ihr Geschlecht und manche Vorlieben, um meine Wahl zu leiten. Aber manche Eltern wollen nicht, dass ihre Kinder Gender-typisches Spielzeug bekommen. Muss ich das Geschlecht beim Schenken ignorieren, aus Rücksicht auf die Erziehungsphilosophie der Eltern? Oder darf ich Mädchen pinke Geschenke geben, und den Jungs blaue?

Rezension: "La Mélodie - Der Klang von Paris"

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Meine beiden Kinder sind musisch begabt, und beide sind dankbare Schüler an ihren Instrumenten. Ich bin froh darüber, und ich frage mich, was anderen Kindern entgeht, die keine Musik lernen. Entweder weil ihre Eltern keinen Wert darauf legen, oder weil ihnen die Möglichkeiten dazu fehlen. Unterricht ist teuer, Instrumente sind teuer, es kostet auch die Eltern Zeit. Deswegen hat mich "La Mélodie" sehr angesprochen. Hier geht es um eine Geigenklasse und ihren Lehrer Simon Daoud. Er ist Quereinsteiger in den Lehrberuf, seine Schüler sind Quereinsteiger in die Musik: ihr Unterricht ist ein Projekt, dass sozialschwachen Kindern die klassische Musik näher bringen soll. Bonus-Spaß: wer sich das französische Original anschaut, lernt ordentlich französisch fluchen.

Vom Stigma, ein Mann zu sein, ein Vater

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Ich mag Spielplätze. Sie sind fröhliche Orte, Eltern ratschen, Kinder toben. Ich genieße es auch, meinem Sohn und meiner Tochter zuzusehen, beim Klettern zu helfen, mitzuklettern, sie auf der Schaukel anzuschieben. Aber ich habe ein ungutes Gefühl, wenn die Freundinnen meiner Prinzessin dabei sind. Denn was bei meinen Kindern geht, geht nicht bei denen anderer Eltern. Jedenfalls nicht bei den Mädchen. Das Stigma ein Mann zu sein verhindert es.

Wie sieht der "Neue Vater" wirklich aus?

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In den vergangenen Jahrzehnten ändern sich die Rollenbilder in der Ehe. Bei der Verteilung der Haus- und Betreuungsarbeit für die Kinder holen Männern langsam auf, die gesamte Arbeitszeit der Partner gleicht sich an (oder hat sich schon angeglichen, je nachdem welcher Untersuchung man glaubt.) Doch was für Männer sind es, die diesen Trend voran treiben, und welche sind eher traditionell? Ein guter Freund von mir hält es eher traditionell, hat auch keinen Bock auf ein zweites Kind, konzentriert sich auf den Broterwerb und überlässt die Pflege des gemeinsamen Sohns der Mutter. Er hat keinen Hochschulabschluss, sieht die Arbeit mit dem Kind nicht primär als Männeraufgabe, verdient deutlich mehr als seine Frau (hat), hat einen typisch männlichen Beruf (Motoren und Autos...), und ist, wenn er daheim ist, gleichzeitig mit seiner Frau dort. Damit ist er ein typischer Fall eines "Alten Vaters". Es gibt sechs Merkmale, an denen man das festmachen kann.

10 kreative Minuten mit meiner Tochter

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Ich liebe die neuen Weckzeiten im Gymnasium. Ohne Scheiß - seit der Erstgeborene um 6:15 aufstehen muss (und ich mit ihm) haben seine kleine Schwester und ich eine neue Tradition: Zehn Minuten lang, nachdem Bruder und Mutter aus dem Haus sind und bevor wir zum Kindergarten müssen, setzen wir uns an den Wohnzimmertisch und sind künstlerisch tätig.
Die Prinzessin ist nämlich eine große Künstlerin (sowie eine Sängerin, Tänzerin und Poetin). Ich bin Musiker und Autor, und obwohl es mir schwer fällt einen Satz geradeaus zu texten, wenn meine Wirbelwinddame um mich herum schwirrt, fällt mir die Musik um so leichter.

Väter raufen (mit Jungs) und reden (mit Mädchen)

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So himmelweit die Unterschiede zwischen meinen beiden Kindern sind, so oft frage ich mich, ob das auch an mit liegt. Ist der Sohn deswegen Taff, weil es Junge ist, oder weil ich ihn wie einen Junge behandle, oder ist das irgendwo genetisch festgelegt? (Und seine Schwester ist vergleichsweise auch hart im Nehmen, nutzt ihre Wehwehchen aber bestens aus, um von uns Zuneigung und Eiscreme zu gewinnen). Im Allgemeinen versuche ich schon, Gender-Klischees zu vermeiden. Das ist halt nur nicht so leicht, man ertappt sich doch immer wieder dabei. Der Frage, wie genau Papas mit Jungs und Mädchen anders umgehen, haben Psychologen an der Emory University untersucht.