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Es werden Posts vom Januar, 2010 angezeigt.

Ein Tipp bei schlechter Laune

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Mann, kann mein Sonnenschein schlecht gelaunt sein. Heute habe ich mir glatt einen Tritt ans Kinn eingefangen. Aber selber Schuld, was will ich ihm auch seine Strumpfhose anziehen. Er hatte mich ja gewarnt "Papa weg!"
So kenn ich ihn gar nicht, aber in letzter Zeit hat mein 31 Monate alter Brainbug immer mal wieder keine Lust auf gar nichts, vor allem früh morgens (kriegt er genug Schlaf? Keine Ahnung. Lange Geschichte. Vielleicht wars auch der Wetterumschwung, oder Muskelkater vom Kinderturnen...)

Weil ich aber keine Lust auf einen ausgerenkten Kiefer habe und auch nicht will dass mein Schatz die ganze Zeit nur tobt und zornt, habe ich ihm den Grummelkäfer vorgestellt. Der (und sein Bruder, Vater und Mutter) ist neulich aufgetaucht als mein Stammhalter mal wieder mies drauf war, und krabbelte unartikuliert motzend vor ihm auf dem Tisch herum und meckerte über alles. Das Tier war ein durchschlagender Erfolg, mein Sohn war begeistert und fing laut das Lachen an, als der Grummel…

Das Leiden in der Frühzeit

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Kleine Kinder wachen früh auf. Zu früh. Gerade vorzeitlich, um nicht zu sagen urzeitlich. Als arbeitender Erwachsener, der folglich uhrzeitlich aufstehen muss, gehen einem im Morgengrauen (also gut eine Stunde nach dem Wachwerden des kleinen Schatzes) einige Fragen durch den Kopf. Warum. Weshalb. Wo ist mein Kaffee?

(Das "Warum" des frühen Aufstehens ist tatsächlich eine Überlegung wert. Nachdem es in Mode ist, alles menschliche Verhalten mit dem vermuteten Nutzen in der Steinzeit zu erklären, könnte es vielleicht folgende Bewandtnis haben: Kinder, die ihre Eltern früher weckten, hatten eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit, weil sich die Familie früher auf die Suche nach Essen machen konnte und damit anderen, kinderlosen, Steinzeitlern voraus war. Dafür durften sie sich dann um 10 Uhr morgens dumme Sprüche anhören. "Na, wars mal wieder spät?". Mist-Neanderthaler.)

Über ein Viertel aller Eltern hat Probleme mit dem Schlaf Wachzeit ihrer Kinder, und zwischen 10 und…

Ein nächtliches Problem

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Während mein kleiner Schatz weiter mit der Entdeckung der Windelfreiheit ringt (aktuell ist er noch "ein kleines Baby", das heißt er braucht keine Unterhose. Ich schätze das wird das letzte Mal sein, dass er das ohne Scham von sich behauptet) habe ich natürlich ein offenes Ohr für dieses und verwandte Themen. Deswegen fiel mir ein kurzer Text zum Thema Bettnässen auf, der in der gestrigen New York Times erschienen ist.

Gelernt habe ich daraus ein paar lustige Fachbegriffe ("Enurisis", "Anticholinergic" und "Antidiuretic") sowie eine nette Anekdote: die besten Indikatoren für disziplinäre Probleme in der US-Marine im zweiten Weltkrieg war Bettnässen im Kindesalter, ziviler Ungehorsam und vorangegangener Schulausschluss. Interessant auch, dass man inzwischen davon ausgeht, Bettnässen sei oft genetisch bedingt (Chromosom 13, wie passend, wurde als erstes als Sitz eines dafür verantwortlichen Gens identifiziert).
Infekte können ein Grund sein, gerin…

Weg von der Windel? Aber Papa, ich bin doch noch sooooo klein!

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Mit rund zweieinhalb Jahren steht mein Sohn vor seiner ersten großen Aufgabe: der Stubenreinheit. Wir haben uns die Feiertage dafür ausgesucht, aus offensichtlichen Gründen, und hatten zuerst gue Erfolge. Aber nach dem dritten oder vierten Missgeschick hat sich unser Brainbug auf einmal gesperrt. "Hab Angst vor der Unterhose" behauptet er. Und zum ersten Mal überhaupt will er kein Großer Junge mehr sein, sondern ein Kleiner. Oder sogar ein Baby. Das hat mich nachdenklich gemacht: seit wann hat er ein Selbstverständnis als Person, und in wie weit dürfen oder müssen wir ihn dabei steuern? Sollen wir ihm einreden, dass es viel cooler ist ein Großer zu sein? Für uns wäre es sicher bequemer.

Das Peter-Pan-Getue hat sich nämlich auch in anderen Bereichen niedergeschlagen; man könnte sagen es ist ein aktueller Trend in der geistigen Entwicklung. Nicht mehr selbst essen sondern füttern lassen, nicht mehr selber laufen sondern tragen lassen...
Ich habe das Gefühl mein kleiner Scheißer …