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Es werden Posts vom März, 2011 angezeigt.

Was ist rocktpapas Eltern-Journal?

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Letzte Woche habe ich angfangen, meine Twitter-Follower mit rocktpapas Eltern-Journal zu beglücken. Ich hoffe, dass es niemanden stört - mein Followerstand ist jedenfalls nicht zurück gegangen. Ich hoffe im Gegenteil, dass das Journal ab und zu mal von Interesse sein kann.


Was ist rocktpapas Eltern-Journal? Die Plattform, auf der es entsteht, heißt paper.li. Kurz gesagt ist es ein Aggregator für Tweets, also ein Sammel-tool, das im Prinzip jeder Twitterat einrichten kann. Es basiert auf Suchbegriffen, einer Twitter-Liste oder einem Hashtag. Eine Facebook-Suche ist als Quelle ebenfalls möglich, klappt aber im wirklichen Leben nicht.

Es erfordert ein ein wenig Fingerspitzengefühl, um die richtigen Suchparameter zu treffen. Im Eltern-Journal werden vermutlich immer wieder Stories von "Kinzern-Töchtern" auftauchen. Leider kann man nicht händisch korrigieren, was die paper.li-Suchbots täglich ausspucken. Man kann nur die Suchparameter eingrenzen, und sieht dann in den folgenden Tag…

Lernen Kinder besser mit oder ohne Lehrer?

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Die Schuldebatte wird in vielen Bundesländern hitzig geführt. Meistens geht es um die Frage, wann man die Kinder auseinanderdividieren soll - die Guten aufs Gymnasium, den Rest in die Real- oder Hauptschule. Eher selten wird auch überlegt, wann man mit dem Unterricht anfängt. Die Frage ist aber gar nicht so einfach zu beantworten. Soll man schon im Kindergarten - oder in der Krippe - mit dem formellen Lernen anfangen, also mit einer Lehrer-erklärt-Kind-Struktur der Wissensvermittlung?
Viele scheinen der Meinung zu sein, dass man kaum früh genug damit anfangen kann. Klaro muss ein Kind auch spielen, aber es kann doch nur von Nutzen sein, wenn es dabei angeleitet wird - so wie Radfahren mit Rückenwind schneller geht und weiter voran bringt.

Nun werfen zwei aktuelle Studien aber Fragen auf. Es scheint, dass dieses formelle Lernen auch Nachteile hat. Nein, nicht dass die zwarte Kinderseele kaputt geht oder so - darauf wird jeder halbwegs schlaue Pädagoge schon achten. Sondern in der Art und…

Angst!

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Das Erbeben in Japan hat meinen Dreieinhalbjährigem Angst gemacht. Opa hat ihn etwas unüberlegt auf dem Schoß gehabt, als er selber in den ersten Stunden des Unglücks die eindrucksvollen Videos im Internet angesehen hat. Die mit dem Supermarkt, wo die Regale wanken, den Leuten, die im Trümmerregen aus dem Hochhaus spurten, der Welle, die den Flughafen verschluckt, dem Feuer in der Raffinerie.Vielleicht war es nicht schlau. Mein Brainbug aber ist schlau, hat die Bilder verstanden und darauf reagiert wie er immer reagiert, wenn ihn etwas beschäftigt. Fragen, fragen, fragen. "Plattentektonik" klingt noch ein bisschen unbeholfen aus seinem Mund, aber "Jod" versteht er schon (dazu später). Es ist eine Bewältigungsstrategie, die im Tageslicht gut funktioniert. Nachts nicht.Er hatte schon erwähnt, dass er Angst hat, und wir haben ihm erklärt, dass uns hier nichts droht, dass in Japan die Feuer schon aus sind (etwas optimistisch), die Leute in die Krankenhäuser gebracht w…

Lieber krank als KiGa

Es gibt Tage wo ich nicht in die Arbeit will. Manchmal wünsche ich mir es gäbe einen Grund nicht zu gehen. Allerdings nicht, dass ich krank wäre - das ist doch ziemlich viel schlimmer, finde ich.

Aber mein Brainbug hat mich heute Nacht geschockt: er schlich sich aufs Klo und antwortete dann auf die Frage, was er da denn mache (nicht viel nämlich): "Ich warte bis ich spucken muss, damit ich nicht in den Kindergarten gehen muss."

Hintergrund ist eine leichte Grippe, die ihn Anfang der Woche erwischt hat. Er hat mir einmal das Bett vollgekotzt, aber am nächsten Abend war er schon wieder putzmunter. Trotzdem haben wir ihn drei Tage lang nicht in den KiGa geschickt (zum Glück haben wir die Möglichkeit).

War das zu lang? Hat er die Zeit als Urlaub genossen, und die leichte Krankheit als das kleinere Übel begriffen? Oder ist das ein Zeichen, das ernsthaft was im Argen liegt - dass der KiGa grad ein echtes Problem für den Schrat darstellt?

Wie sind Eure Erfahrungen? Wie sehr sollte man …

Die gläserne Decke der Naturwissenschaften

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Oder warum Mädchen selten Matheprofessorinnen werden
Mein kleiner Brainbug ist jetzt in dem Alter, wo er von Zahlen fasziniert ist. Hoffentlich hält das an, denn Ingenieure und Naturwissenschaftler stehen sicher auch in 20 Jahren noch gut da auf dem Arbeitsmarkt. Man darf auch annehmen, dass er das Zeug zur Uni hat. Also auch hier keine Schwelle auf dem Pfad zum Mathe-Diplom. Und er ist ein Junge. Das ist entscheidend.


Auch eine gläserne Decke. Und eine Karrieremetapher. Bild von Sappymoosetree
Mädchen machen keine Mathe. Das ist leider wahr, und verwirrend, weil ihre Leistungen damit nichts zu tun haben. Oft diagnostizieren wir ja eine Benachteiligung (offen oder verdeckt), wenn das Geschlechterverhältnis bei bestimmten Berufen oder Führungsebenen so deutlich wie hier ist. Ungefähr entsprechend dem Publikum bei einem Bundesligaspiel, möchte ich meinen. Dann werden Lösungen diskutiert. (Schönen Gruß an die Frauenquote, und viel Erfolg bei der nächsten im Bundestag.)In einem interessant…