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Es werden Posts vom August, 2011 angezeigt.

"Deggu" und Geheimsprachen

Mein Sohn hat ein Lieblingswort. Es heißt "Deggu", und wenn ich meinen recht sprachbegabten Vierjährigen frage was es heißt, antwortet er mit berdetem Schulterzucken. Ich vermute es ist die Verballhornung eines polnischen Wortes, dass er bei Kindergartenfreunden gehört hat.Ich spreche mit meinem Brainbug in einer quasi-Privatsprache, in Englisch, dass sonst im Umkreis keiner mit ihm übt. Von daher bin ich mit dem Konzept von "geheimer" Sprache unter Nahestehenden gut vertraut. Den Höhepunkt erlebt dieses Konzept in der Zwillingssprache, also den Kryptophasischen Dialogen von Geschwistern (meistens Zwillingen), die Dritten kaum vertsändlich sind. Sie kann pathologische Züge annehmen, wenn etwa die Sparchfähigkeit nach Außen leidet. Ein Beispiel dafür sind "Poto" und "Cabengo", zwei US-Amerikanische Mädchen, die einen deutsch-englische Kauderwelsch praktizierten und schließlich trotz Sprachtherapie in relativ primitiven Jobs landeten, was (auch) i…

Und wenn sie nicht erwachsen geworden sind, dann spielen sie noch heute.

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Boys will be boys, sagen die Engländer, und meinen damit nicht nur, dass die Kleinen Racker Unsinn anstellen. Immer öfter wird der Satz dazu benutzt um (kopfschüttelnd) zu konstatieren, dass auch erwachsene Männer nur Kindsköpfe sind. In vergeht die Lust am Spielzeug nur den wenigsten Herren. (Kleiner Einwurf: den Damen auch nicht. Oder warum sind sie die besseren Kundinnen für so viele Branchen?)

Ich schreibe das mit einer frischen Schürfwunde an der Hand, die ich mir gestern im Indoor-Spielplatz zugezogen hatte (fragt nicht!). Manche Eltern können die lärmerfüllten, bunten Hallen nicht leiden. Ich finde sie fantastisch (und weiß aus früheren Posts und Kommentaren, dass ich damit nicht alleine stehe). Wo sonst kann man ohne Scham Klettergerüste besteigen, Rutschen hinabsausen, Kicker spielen... Immer mit der perfekten Ausrede mein Sohn verlangt es von mir, und es gehört zum Bonding entscheidend dazu.

Der Betreiber des Spielplatzes hat mir dafür stolze 8 Euro abgeknöpft. Das ist aber …

Das lange Vorspiel gebährfähiger Elternpaare

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Romantik in der Ehe ist nicht mehr das, was sie mal war. Vorher, in den leidenschaftlichen, wilden Zeiten. Sex schon gleich zweimal nicht, terminlich eingeengt von quengelnden Kinder, Hausarbeit, Vollzeitjob und einem kleinen bisschen Sozialleben, das man so hat.
Ein Wunder, dass es überhaupt Zweitgeborene gibt (wenn auch nicht mehr so viele, hierzulande. Bei einer Fertilitätsrate von 1,3 sind die meisten Kinder Einzelkinder.)
Das Kinderkriegen ist in der Ehe eine hochkomplizierte Sache geworden, die oft ein langes, langes Vorspiel hat. Es umfasst folgende Phasen.

a) T minus beliebig
Diskussion "Können wir überhaupt..." Nichts Neues. Sind Auto, Wohnung und Einkommen groß genug für noch ein Kind? Neu vielleicht: ist der Abstand zum älteren Geschwister klein genug, dass man desses Krippenplatz, KiGa-Platz und Hortplatz übernehmen kann?

b) T minus 12 Monate
Steuerklassen wechseln. Meist kriegt Er die 5, Sie die 3. Warum? Weil sich das Geld in der Elternzeit (die "Wickelprämi…